Spielideen zur Förderung der Feinmotorik (Auge-Hand-Koordination) für Kinder ab 1 1/2 Jahren

Entwicklung der Feinmotorik:

Von Geburt an entwickeln sich die feinmotorischen Fähigkeiten von Babys. Vor allem im 1.Lebensjahr könnt ihr bei eurem Nachwuchs eine rasante und spannende Entwicklung beobachten.

Ein bekannter Reflex von Babys – ihr kennt ihn sicher alle – ist der Greifreflex. Die Hände der ganz Kleinen schließen sich sofort, sobald die Handinnenfläche berührt wird. In den ersten Wochen hält das Baby noch dazu die meiste Zeit die Hände zu Fäusten geschlossen.

1-2 Monate: Der Greifreflex lässt nun nach und die Kleinen haben die Händchen geöffnet und nicht mehr so verkrampft. Das Baby beginnt nun auch langsam die Hände in eine bestimmte Richtung zu steuern (zB. nach dem Spielbogen) und später beginnt es auch gezielt nach Dingen zu greifen.

Ende des 1.Lebensjahres: Nun beginnen die Keinen mit den Daumen und den Zeigefingern kleine Fusseln oder Perlen vom Boden aufzulesen. Genannt wird dies der „Pinzettengriff“. Lustiger Name, ich weiß 🙂

1 Jahr: Nun beginnen sie mit der ganzen Hand nach Dingen zu greifen. Sie können nun beispielsweise einen Baustein nehmen, diesen gezielt wieder hergeben oder ablegen.

In den nächsten Monaten lernen die Kinder bewusst Bausteine übereinander zu stapeln, einen Ball gezielt zu rollen oder auch mit einem dicken Stift auf Papier zu kritzeln.

Und nun zu den Spielideen speziell zur Förderung der Feinmotorik – viel Spaß beim Ausprobieren:

  • Schüttübungen: Dafür könnt ihr unterschiedliche Materialien verwenden (Wasser, Reis, Linsen, Bohnen…), je nach Vorlieben des Kindes eventuell in die Badewanne oder in ein kleines Planschbecken eine flache Kiste mit Wasser oder anderem Material stellen. Dazu kann man kleine Schaufeln, Eimerchen, Becher, Löffel, Flaschen mit Trichter zum Einfüllen und eventuell ein Wasser- oder Sandrad anbieten. Zeigt am besten vor was man mit den Dingen alles anstellen kann und lasst den Zwerg dann einfach selbst ausprobieren.
  • Kritzeln: Für Malübungen in diesem Alter bieten sich große Bögen Papier oder auch Tapete von der Rolle an. Zum Kritzeln eignen sich dicke Stifte besonders gut. Ihr könnt hier beispielsweise auf Wachsmalstifte oder Buntstifte zurückgreifen. Zeigt auch wieder kurz vor wie es geht. Malt am besten Kringel oder Kreise, die können die Kleinen sehr gut nachmalen. Erklärt dabei auch welche Farbe ihr jeweils gerade verwendet und was ihr zeichnet. Ab ca. 2 Jahren können die Kinder bereits einen waagrechten und senkrechten gemalten Strich selbstständig nachmalen.
  • Turm bauen: Das ist einer der Klassiker der meistens gut ankommt. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und alles verwenden was sich gut stapeln lässt. Natürlich könnt ihr auch die beliebten Stapelwürfel verwenden. Mit etwa 1 ½ Jahren können die Kleinen schon ungefähr 4 Bausteine aufeinander stapeln.
  • Ballspiele: Hier gehört Ball-rollen und Ball-werfen dazu. Auch hier könnt ihr alle Arten von Bälle verwenden (große, kleine, weiche, harte, mit Noppen oder Stacheln oder auch die Krabbelrolle). Rollt beim Spielen den Ball mit beiden Händen gezielt zu eurem Kind. Am besten sitzt ihr dabei auf dem Boden. Wenn das schon gut klappt könnt ihr auch zur Übung für Fortgeschrittene wechseln. Hier werft ihr den Ball im Sitzen oder stehend zu. Das Ganze lässt sich super mit Abzählreimen oder Quatschwörtern kombinieren – das spornt auch noch zusätzlich an.
  • Steckspiele: Bei den Steckspielen könnt ihr Alltagsmaterialien verwenden oder natürlich auch die klassischen Steckspiele. Bei den Alltagsmaterialien heißt es wieder: kreativ werden. Was bei meinen Kindern immer gut angekommen ist waren Strohhalme oder Nudeln die man in ein kleines Loch in einem Deckel oder in die Löcher von einem Nudelsieb stecken kann. Was auch sehr gut funktioniert sind kleine Plastikdeckel die man in die Öffnung einer großen Falsche stecken lassen kann und flache Deckeln in einem Schlitz im Schuhkarton. Ihr könnt auch vom Bastelladen kleine Pompons besorgen und in kleine Löcher stecken lassen. Wie gesagt der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Lustige Spielideen müssen nicht teuer sein. Gerade auch die Verpackungsindustrie stellt viele Dinge zum Spielen bereit (Klorollen, Eierkartons, Schuhkartons usw.)

Wenn ihr auf der Suche nach Spielideen für die ersten Lebensmonate seid: werft einen Blick in mein Buch. Hier findet ihr viele hilfreiche Tipps und Anregungen.

Alles Liebe, eure Andrea

 

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